Die Libelle des Jahres 2014

Gefährdet, geschützt, 2014 gekürt, die Kleine Moosjungfer

Weiße Nase, schwarzer Körper mit roten oder gelben Flecken und nur 35 mm lang,

im Jahr 2014 ist die Kleine Moosjungfer (Leucorrhinia dubia) ganz groß

 
Hallo liebe Natur- und Libellen-Freunde,

nun ist es wieder soweit, sie steht fest, die Libelle des Jahres 2014. Wie in jedem Jahr, seit 2011, wurde vom Fachverband der Libellenkundler Deutschlands (Gesellschaft der deutschsprachigen Odonatologen e.V.) , kurz GdO e.V. und vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., kurz BUND, eine Libellenart gewählt, die stellvertretend nicht nur für die ohnehin gefährdete Tiergruppe Libellen – Odonata, auch als Beispiel für die Bedrohung unserer gesamten Natur steht, insbesondere auf den Artenschwund somit auf den Schutz und Erhalt der Artenvielfalt aufmerksam machen soll.

Die Kleine Moosjungfer mit dem schönen wissenschaftlichen Namen Leucorrhinia dubia, weist genau wie die im Jahr  2013 gekürte Speer-Azurjungfer (Coenagrion hastulatum) auf den Verlust Weiterlesen

Speer-Azurjungfer, die Libelle des Jahres 2013

Die Speer-Azurjungfer (Coenagrion hastulatum), ein Verlierer wurde Sieger.

 

Die stark bedrohte Schlanklibelle, Speer-Azurjungfer, machte im Jahr 2013 das Rennen

Sicherlich haben einige von euch, genau wie ich selbst schon mit Spannung darauf gewartet, welche Libelle wohl die Libelle des Jahres 2013 werden wird. Seit 2011, also erst zum 3. Mal wurde gemeinsam von Vertretern des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und Vertretern der GdO (Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen) eine Libellenart zur Libelle des Jahres gewählt.

Die Speer-Azurjungfer (Coenagrion hastulatum) wurde aus völlig anderen, leider traurigeren Gründen ernannt, als dass bei der Libelle des Vorjahres, der Blaugrünen Mosaikjungfer (Aeshna cyanea), der Fall war.

Ich möchte gern unsere, im Jahr 2012 mit dem Ehren-Naturschutzpreis ausgezeichnete, ehemalige Umweltministerin und Libellenexpertin Heidrun Heidecke vom BUND aus einer Pressemitteilung vom 3.1.2012 zitieren, da man es besser kaum auf den Punkt bringen kann: Weiterlesen

Libelle des Jahres 2012

Die Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) wurde gekürt!

 

Eine weit verbreitete und noch nicht bedrohte Edellibelle (Aeshnidae) machte in diesem Jahr das Rennen

Auch in diesem Jahr wurde gemeinsam von Vertretern des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und der GdO (Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen) eine Libelle ausgezeichnet und zur Libelle des Jahres 2012 ernannt. Etwas überraschend fiel das Votum der stimmberechtigten Fachleute mehrheitlich auf eine eher häufigere Libellenart, die Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea). Aufgrund ihrer geringen Ansprüche an das Entwicklungshabitat, kommt die Blaugrüne Mosaikjungfer fast an jedem Gewässertyp vor. Selbst in Regenauffangbehältnissen wie Tonnen, Kübel und Eimer, die in Gärten, auf Balkonen/Terrassen oder auf Friedhöfen etc. herumstehen, wurden schon Larven oder gar schlüpfende Imagines gefunden. Die Flugzeit der Blaugrünen Mosaikjungfer erstreckt sich über den gesamten Sommer bis in den späten Herbst hinein.

Die Begründung für diese Entscheidung Weiterlesen

Libelle des Jahres 2011 – die Feuerlibelle

Zur Libelle des Jahres 2011 wurde die Feuerlibelle gewählt

In diesem Jahr haben sich der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), gemeinsam mit der GdO (Fachgesellschaft für Libellenkundler) für die Feuerlibelle – Crocothemis erythraea entschieden. Die Feuerlibelle wurde zur Libelle des Jahres 2011 gekürt, da sie sich bestens eignet, die Veränderungen in unserer Natur aufzuzeigen und eventuell rechtzeitig auf Veränderungen reagieren können.

Die Feuerlibelle gilt als Anzeiger der fortschreitenden Erderwärmung. Erst seit Mitte der 80er Jahre wurde die ursprünglich in Südafrika beheimatete Feuerlibelle vorerst in Rheinland Pfalz heimisch, bevor sie  innerhalb von 20 Jahren auch Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern erobern konnte.

Der Klimawandel bringt uns also neue Arten ins Land, was eigentlich sehr schön ist, aber leider verschwinden dafür auch andere, alt eingesessene Libellenarten. Es bilden sich neue Artengemeinschaften, deren Zusammensetzung sich regional gewaltig unterscheiden können.

Als Besucher von LibellenWissen.de und Leser meines Blogs haben Sie sich vielleicht schon einmal gefragt, ob sie selbst nicht auch in irgendeiner Art und Weise etwas zum Naturschutz beitragen können. Die Antwort ist ja, beteiligen Sie sich an der vom BUND und der Gesellschaft der deutschsprachigen Odonatologen ins Leben gerufenen Aktion „Feuermelder“, indem Sie ganz einfach Ihre Beobachtungen auf der Homepage des BUND bzw. auf Naturgucker.de melden. Kostenlos anmelden, Art, Anzahl, Datum und Fundort in die Eingabemaske eingeben und Sie helfen dabei einen besseren Überblick zur Verbreitung der Feuerlibelle zu bekommen und schneller somit auch besser auf Veränderungen in der Natur reagieren zu können. Seid ihr euch nicht sicher welche Libellenarten in eurem Beobachtungsgebiet vorkommen, dann stellt eure Fotos bei Naturgucker.de ein und lasst ech von geübten Libellenkundlern die Libellen bestimmen.

Aufgrund der für mich erfreulichen, aber unerwartet großen Resonanz, welche LibellenWissen.de für sich verbuchen kann, ist es mir leider nicht möglich sämtliche Bestimmungsanfragen die mich per Mail erreichen, zeitnah zu beantworten. Ich bitte um euer Verständnis.

Hier geht es zu „Naturgucker.de„, die Bestimmungs- und Meldeplattform für Libellenfreunde, wo ihr eure Funddaten melden und so einen Teil zum Schutz der Libellen beitragen könnt.

Ihr/euer Andreas Thomas Hein